kombinierter Rahmenspanner


Vor einiger Zeit habe ich beim Surfen über Holzbearbeitungsseiten , Rahmenspanner gesehen.Diese habe ich mir sofort auf meine >to do Liste<gesetzt.

Hier jetzt meine Version .

 

Siebdruckplatte zuschneiden

Zuerst werden die 10 Teile wie auf der Zeichnung zugeschnitten.Aus den 4 Spannklötzen werden nun die Dreiecke ausgeschnitten.Das geht am besten mit einer Bandsäge,wenn man hat. Habe ich leider nicht, deshalb mußte die Feinsäge herhalten.(besser als erwartet)

Löcher anzeichnen und bohren

 

Bei den 6 kleinen Teilen kein Problem.Anreißen, 8mm bohren und entgraten.

Bei den langen Teilen bin ich folgendermaßen
vorgegangen :

  • meine Linemaster aufgespannt
  • alle Bohrlöcher angezeichnet
  • alle Löcher mit 8mm gebohrt bis auf die 20 mm Bohrung,dort erst einmal mit 2,5 mm durchbohren
  • jetzt das nächste Teil unter das fertige spannen und durchbohren(die 20mm wieder nur mit 2,5 mm)
  • mit den restlichen Teilen genauso verfahren( erste immer als Bohrschablone nehmen)
  • alle Bohrlöcher entgraten
  • jetzt noch die vier 22mm  Bohrungen gemacht, fertig.

denkste !!!

Als ich den Buchenrundstab in der Bohrung testen wollte ,paßte er nicht rein.

wie das ? nachgemessen !

Siehe da meinem  Bohrer da wo 20 mm drauf steht sind nur 19,7 mm drin.  aha !!??

So jetzt auch noch den Buchenstab gemessen, oje , was beim Bohrer fehlt ist beim Rundholz zuviel ( 20,3 mm) klar das kann nicht paßen !!!

Bleiben nur zwei Möglichkeiten ; Loch größer oder Stab dünner.

1.Versuch mit einem 21 mm Maschinenbohrer das Loch von Hand zu erweitern, war nicht das wahre ( siehe Bild , Oberfläche ausgebrochen).

2.Versuch mit einem Konusbohrer ( genauen Namen kenne ich nicht) ging super schnell und alles paßte.

Jetzt noch aus den 10 cm x 10 cm Möbelgleiterplatten vier Streifen geschnitten und in die Spannkeile geklebt.

Damit ist der Rahmenspanner fertig.

Bankhaken

Alle  Bohrarbeiten habe ich an meiner alten (1917) Drehbank gemacht.
Langmuttern auf einer Fläche durchbohren ,
( bei mir 5mm für M6 )
dann die Gewinde schneiden M6.
Das M12 Gewinde der Langmuttern mit einem M12 Fertigschneider entgraten.
10 cm Buchenrundholz mit 6 mm durchbohren und jeweils 2 cm absägen.
Die M6 Schraube soweit kürzen das sie beim festziehen des Rundholzes den M12 Gewindegang nicht stört.
Mit einem Außengewindeschneider wird das M12 Gewinde verlängert.
Die Schraube erhält nun eine 3,3 mm Bohrung (ca. 15mm tief) .
Das M4 Gewinde wird geschnitten.
Mit der 4mm Schraube werden die Kunstoffkappen befestigt.Ich hatte zuerst gedacht ich nehme dafür Möbelfüße ,aber da sie nicht aus Vollmaterial sind drückten sie sich zu stark zusammen .Besser verhielten sich sogenannte Gerätefüße, die aus Vollmaterial sind.Die Befestigungsschrauben der Kunstoffteile habe ich nur soweit angezogen das sie sich noch frei drehen.Meine Befürchtungen gehen jetzt dahin ,das sich die Schraube beim spannen heraus- oder hineinzieht. Bis jetzt war es noch nicht der Fall.Wenn doch wäre einkleben oder Madenschraube von der Seite eine Möglichkeit.Dieses Kunstoffteil ist  jedenfalls ein Verschleißteil,das irgendwann gewechselt werden muß.

Funktion

Die Teile  zusammen gebaut.
Einen Rahmen hatte ich gerade nicht parat,aber das „Loch“von meinem Glücksradbau zeigt auch gut das Prinzip des Rahmenspannens.Im Bild  seht ihr die Funktion mit den eingesetzten Bankhaken .

„Mann“ ist nie fertig !!!

Beim schreiben der Anleitung kam mir eine Idee wie man das Projekt noch effektiver gestalten kann!!!

Alle Schloßschrauben werden durch Rundeisen ersetzt,die in den Spannklötzen und Verbinderteilen befestigt werden.

Vorteile:
schnellere Verstellung möglich
die Bohrungen werden nicht durch den Vierkant der Schrauben beschädigt
das ganze liegt Plan auf.

 

Ändern der Spannteile

Ziel ist es in die Spannteile M8x40mm Rampa-Muffen ein zusetzen. Dazu habe ich zuerst ,die in den Teilen schon vorhandenen 8mm Bohrungen ,auf 12mm aufgebohrt. Da dieses nicht mehr mit einem Holzbohrer möglich ist ,kam ein entsprechender Metallbohrer zum Einsatz. Anschließend die neuen Bohrungen entgraten. Die Rampa-Muffen werde mit Hilfe eines Hilfstools ala Guido Henn eingeschraubt. (Bild) Auf die obere Kante habe nun auch Filz aufgeklebt.

Anfertigung der Stifte

Ausgangsmaterial ist ein 8mm Rundeisenstab. Angefertigt werden müssen 8 Stifte jeweils 42mm lang ,mit einseitigem Gewinde (M8) 21mm. Ich bin dabei so vorgegangen ,das ich zuerst ein Gewinde geschnitten habe und dann an der eingestellten Trennmaschine abgelängt. Nächstes Gewinde schneiden,ablängen usw. Vorteil ist das immer genügend Material zum einspannen vorhanden ist. Jetzt nur noch an den Enden etwas abrunden und in die Spannhölzer einschrauben. Beim zusammenstecken lege ich noch eine Karosseriescheibe unter.
Durch die Steckmöglichkeit der Teile ist auch eine platzsparende Lagerung bei Nichtgebrauch möglich.

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